
Von der Fachzeitschrift zum Fachportal
Ab Januar 2027 erscheint die „technische kommunikation“ ausschließlich online. Warum sich die tekom für diesen Schritt entschieden hat, was sich verändert und welche Vorteile das neue Angebot bietet, erfahren Sie hier.
Das neue Fachportal ab 2027
Die Fachzeitschrift „technische kommunikation“ begleitet die Mitglieder der tekom mit Fachwissen aus der Community. Ab 2027 beginnt die nächste Etappe: Das tk-Portal wird zum zentralen redaktionellen Angebot.
1979 erschien die erste Ausgabe der „tekom Nachrichten“, damals eine Zusammenfassung von Vorträgen der Jahrestagung. 1998 wurde daraus die Fachzeitschrift „technische kommunikation“. Vieles hat sich seither verändert: Themen, Gestaltung, Umfang und Produktionsprozesse. Ein Grundprinzip ist jedoch geblieben: Expertinnen und Experten aus der Community geben ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Perspektiven an andere Mitglieder weiter.
Mit Ausgabe 06/2026 endet nun eine weitere Etappe. Sie ist die letzte Ausgabe im bisherigen System mit sechs gedruckten Heften pro Jahr. Ab 2027 gilt „Digital first“. Der tekom-Vorstand hat entschieden, die „technische kommunikation“ weiterzuentwickeln und das Internetangebot künftig in den Mittelpunkt zu stellen.
Warum sich das Modell verändert
Die Gründe für den Wechsel sind vielfältig. Mitglieder nutzen digitale Informationen zunehmend selbstverständlich. Gleichzeitig sinkt die gedruckte Auflage seit Jahren langsam, aber kontinuierlich. Auch die Erlöse aus Printanzeigen sind zurückgegangen. Auf der anderen Seite steigen die Kosten für Herstellung und Versand, insbesondere das Porto.
Vor allem aber bietet ein digitales Fachangebot Möglichkeiten, die eine sechsmal jährlich erscheinende Zeitschrift nur eingeschränkt leisten kann. Beiträge können zeitnah veröffentlicht und aktualisiert werden, verwandte Inhalte lassen sich miteinander verbinden. Ältere Artikel können wieder sichtbar werden, wenn ein Thema erneut an Bedeutung gewinnt. Aus einzelnen Veröffentlichungen soll so Schritt für Schritt ein vernetztes Wissensangebot entstehen.
Der Wechsel verändert damit mehr als nur den Ausspielweg. Die bisherige Ausgabenlogik entfällt. Themen müssen nicht mehr bis zum nächsten Erscheinungstermin warten, Beiträge nicht mehr in ein festes Heftschema passen. Stattdessen kann die Redaktion Inhalte dann veröffentlichen, wenn sie aktuell, fachlich relevant und redaktionell fertig sind.
Die Domain bleibt - mehr nicht
Das neue tk-Portal wird wie auch diese Internetseite unter technischekommunikation.info erreichbar sein. Geplant ist der Start zum Jahreswechsel 2026/2027.
Der Fachartikel bleibt auch künftig das Rückgrat des Angebots. Hinzu kommen Meldungen, Termine sowie weitere journalistische Formen wie Interviews, Kolumnen oder Porträts.
Auch die bisherigen Schwerpunktthemen bleiben erhalten. Online funktionieren sie allerdings anders als im Heft: Ein Schwerpunkt muss nicht mehr vollständig zu einem festen Termin erscheinen. Beiträge können über mehrere Wochen veröffentlicht und mit geeigneten älteren Artikeln aus dem Archiv verbunden werden. So bleibt ein Schwerpunktthema auch nach seiner aktiven Veröffentlichungsphase als gebündeltes Informationsangebot verfügbar.
Damit verändert sich auch die Nutzung. Wer sich für ein bestimmtes Thema interessiert, soll nicht nur auf einen einzelnen neuen Beitrag stoßen, sondern von dort aus möglichst einfach zu weiteren passenden Inhalten gelangen. Das Portal soll aktuelle Veröffentlichungen und vorhandenes Fachwissen stärker miteinander verbinden.
Mehr als ein Artikelarchiv
Das bisherige Archiv von technischekommunikation.info wird damit zu einem wichtigen Bestandteil des neuen Angebots. Ältere Beiträge sollen nicht nur abgelegt, sondern gezielt wieder genutzt und mit neuen Inhalten verknüpft werden.
Auch die Struktur soll übersichtlicher werden. Der aktuelle Arbeitsstand sieht sieben Rubriken vor: Informationsentwicklung, Technologie, Sprache, Übersetzung, Terminologie, Recht und Arbeitswelt. Schlagwörter und weitere Metadaten sollen helfen, Inhalte feiner zu erschließen und passende Beiträge miteinander zu verbinden.
Damit soll aus dem bisherigen Artikelbestand Schritt für Schritt ein besser erschlossenes Wissensangebot werden. Ein Beitrag kann zum Beispiel Teil eines Schwerpunktthemas sein, zu mehreren verwandten Artikeln führen und auch Jahre nach seiner Veröffentlichung wieder relevant werden. Voraussetzung ist, dass ältere Inhalte bei erneuter Nutzung auf ihre Aktualität geprüft werden.
Nicht alle Inhalte werden gleich zugänglich sein. Frei verfügbare Beiträge sollen Orientierung geben und das Fachangebot sichtbar machen. Interessierte ohne Mitgliedschaft erhalten nach einer Registrierung Zugang zu ausgewählten weiteren Inhalten. Mitglieder sollen das redaktionelle Angebot vollständig nutzen können.
Der Kontakt bleibt regelmäßig
Mit dem Wechsel zum tk-Portal endet die regelmäßige gedruckte Ausgabe. Der Kontakt zu den Leserinnen und Lesern soll deshalb auf anderen Wegen kontinuierlich bleiben.
Eine wichtige Rolle übernimmt dabei der Newsletter. Er soll monatlich auf neue Fachbeiträge aufmerksam machen und direkt zu den jeweiligen Inhalten im Portal führen. So entsteht weiterhin ein wiederkehrender redaktioneller Kontaktpunkt, unabhängig davon, wann einzelne Beiträge veröffentlicht werden.
Eigene Sammlung zusammenstellen
Außerdem ist geplant, dass Mitglieder Artikel in einer Sammlung oder in mehreren individuell zusammenstellen und als PDF ausgeben können. Damit kann ein Mitglied Beiträge zu einem Thema bündeln, speichern oder ausdrucken.
Auch Autorenprofile sollen künftig stärker sichtbar machen, wer hinter den Beiträgen steht. Denn ein wesentliches Merkmal der „technischen kommunikation“ bleibt die Nähe zur Fachcommunity: Die Inhalte stammen überwiegend von Menschen, die selbst in der Technischen Kommunikation arbeiten, forschen, lehren oder beraten.
Das Prinzip bleibt
Aus sechs gedruckten Ausgaben im Jahr soll ein kontinuierliches Wissensangebot für Mitglieder werden. Die Form verändert sich damit grundlegend. Das publizistische Prinzip bleibt jedoch bestehen: Fachleute aus der Technischen Kommunikation teilen ihr Wissen mit der Community, die Redaktion wählt Themen aus, bereitet Beiträge auf und macht Zusammenhänge sichtbar.
Der Wechsel von Print zu einem vollständig digitalen Angebot ist deshalb weniger das Ende der „technischen kommunikation“ als der nächste Entwicklungsschritt. Aus den „tekom Nachrichten“ wurde 1998 eine Fachzeitschrift. Ab 2027 wird aus der Fachzeitschrift ein fortlaufend aktualisiertes Fach- und Wissensportal.
Wer mehr über das tk-Portal erfahren möchte, erhält auf dem Messestand der tekom bei der Jahrestagung weitere Informationen. Bis zum geplanten Start zum Jahreswechsel werden die konzeptionellen und technischen Details weiter konkretisiert.
Ansprechpartner

Gregor Schäfer
Presse - Redaktion ’technische kommunikation’

Christine Keller
Medienberatung