tekom - Gesellschaft für technische Kommunikation - Deutschland e.V.
11. Mai 2026 | Regionalgruppe München

Wie man sich 200 Karibikinseln in einer Stunde merkt

Jeder ist wohl schon vor dem Kartenterminal gestanden und konnte sich nicht mehr an die Pin erinnern. Oder wie hieß nochmal die Person, die einem begegnet? Heinricht Bangert erklärte in seinem Vortrag verschiedene Merktechniken und Gedächtnisstrategien, die uns hier helfen. Die Karibikinseln dienen dabei als Beispiel.

Informationen bleiben besser im Gedächtnis, wenn sie:

  • eine besondere Bedeutung haben,
  • mit vorhandenem Wissen verbunden werden,
  • persönlich relevant erscheinen (ist subjektiv, kann aber aktiv erzeugt werden)

Es gibt verschiedene Zugänge für Informationen:

  • Sinneseindrücke
  • Visualisierung
  • Drastische oder ungewöhnliche Bilder
  • Cluster und Gruppen bilden
  • Emotionen und persönliche Relevanz
  • Sprachliche Hilfsmittel
  • Geschichten und Anekdoten

Um sich zum Beispiel Zahlen zu merken, lernen wir nicht die Zahlen isoliert, sondern übersetzen sie in bekannte Begriffe. Beispielhaft können Zahlenfolgen mit Städten, Daten oder anderen Assoziationen verbunden werden. Dadurch entsteht ein sinnvolles Bild statt einer abstrakten Zahlensequenz.

Karibikinseln können in kleinere Gruppen aufgeteilt und mit einer ausgedachten Geschichte verknüpft werden.

Informationen werden dann dauerhaft erinnert, wenn sie mit Bedeutung, Bildern, Emotionen, Geschichten und bestehenden Wissensnetzen verbunden werden. Je mehr Verknüpfungen geschaffen werden, desto leichter wird das spätere Erinnern. Die Karibikinseln, das Periodensystem und historische Herrscherreihen dienen als anschauliche Demonstrationen dieser Gedächtnisstrategie.

Termin der Veranstaltung
11.05.2026 | 18:00 Uhr
Veranstaltungsort
Online
Referent:in
Heinrich Bangert, Zindel AG
Kontakt E-Mail
rg-muenchendontospamme@gowaway.tekom-webforum.de