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12.09.2018

Englisch für deutsche Autoren

Isabelle Fleury, Fleury & Fleury Consultants, Köln

Erfahrungsberichte, Hilfe und Tools für Nicht-Muttersprachler, die in Englisch schreiben müssen.

Isabelle Fleury moderierte die Diskussion, die vollkommen ohne Technik und Powerpoints auskam. Die 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten sehr viele interessante Aspekte ein.

 

Wie lange schreiben Sie schon in Englisch?

Die Informationsentwickler bei SAP waren da schon "Veteranen", teilweise schreiben die Autoren schon seit mehr als 10 Jahren in Englisch. Aber auch bei anderen multinationalen Unternehmen ist Englisch schon lange üblich. Es gab aber auch einige Neueinsteiger und einige, die noch überlegen... und ein Unternehmen kehrt demnächst von Englisch auf Deutsch zurück.

 

Welche Vorteile hat man sich von Englisch versprochen?

  • Kürzere Time to market
  • Größere Auswahl an Übersetzern mit Englisch als Quellsprache
  • Kürzere Texte
  • Einfachere Zusammenarbeit in internationalen Teams

Was erleichterte die Einführung/Umstellung?

  • Muttersprachler in Reichweite als Ratgeber und Korrektoren
  • Zusammenarbeit mit Übersetzern als Prüfinstanz
  • Kontinuierliche Englischkurse im Unternehmen, speziell Konversationskurse

"Crashkurse" (wie Englisch in 30 Stunden) wurden als wenig hilfreich angesehen.

 

Was sind Stolpersteine?

  • Unterschiedliche Kulturen in internationalen Teams trotz gleicher Sprache
  • Unterlegenheitsgefühl von Nicht-Muttersprachlern gegenüber Muttersprachlern
  • Terminologiearbeit, speziell in Deutsch und Englisch parallel, ist eine Herausforderung
  • Inhalte werden "unschärfer" und allgemeiner gehalten, deshalb ist der Text schwerer übersetzbar
  • Deutsche Autoren übertragen die Komplexität ihrer Sprache gerne ins Englische - und bringen damit selbst Muttersprachler in Verwirrung

Was enpfinden Sie als persönlichen Gewinn?

  • Wer in Englisch schreibt, baut im Laufe der Zeit hohe Sprachkompetenz auf

Wenn Sie wählen dürften, würden Sie lieber in Deutsch oder in Englisch schreiben

  • Auch viele "Veteranen" würden lieber wieder in Deutsch schreiben.

Link zur tekom-Leitfaden Englisch für deutsche Autoren:

https://www.tekom.de/publikationen/broschueren/praxisleitfaeden/englisch-fuer-deutschsprachige-autoren-2-auflage.html

 

Hinweis: Wer in Richtung Kontrollierte Sprache gehen möchte, sollte mal vorbeischauen bei

http://public.s1000d.org/Pages/Home.aspx