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24.04.2018

Alternativer Ansatz für eine Layoutautomatisierung

Christoph Kaemena

Layoutautomatisierung und Flexibilität sind kein Widerspruch

24.04.2018

Alternativer Ansatz für eine Layoutautomatisierung

Die hohen Kosten für weltweit verteilte Publikationen hängen nur zum Teil an der Übersetzung. Ein nicht unerheblicher Teil wird durch das Nachziehen des Layouts für jede weitere Sprache verursacht. Jeder manuelle Layout-Eingriff in der Ausgangssprache muss üblicherweise in jeder Zielsprache wiederholt werden. Über den Daumen gepeilt verschlingen die Layout-Kosten bei Übersetzungen in der technischen Dokumentation fast 50% der Gesamtkosten.

 
Es ist daher kein Zufall, dass der wirtschaftliche Vorteil von XML und DITA eher in der Automatisierung von Layout, denn in der Wiederverwendung oder anderen Vorzügen liegt. Leider ist eine der größten Herausforderungen bei der Einführung von DITA- und XML-Systemen die Automatisierung von Layouts.
 
Die meisten XML-Dokumentationsumgebungen geben in irgendeiner Form Druckmaterialien aus. Der XML-Standard sieht XSL-FO als mächtigen Mechanismus vor, um medienneutrale XML-Inhalte in professionell aufbereitete PDF-Dokumente zu transformieren. Eine XML / XSL-FO / PDF Transformationskette aufzusetzen, ist eine aufreibende Aufgabe selbst für technisch versierte Personen.
 
Dreht es sich nur um ein oder zwei Layouts, ist dies nur eine weitere Anstrengung auf dem Weg der Einführung einer XML-Dokumentationsumgebung. Aber was passiert, wenn einige dutzend oder gar hunderte unterschiedlicher Layouts umgesetzt werden müssen? Dann wird Layout-Automatisierung so teuer, dass sie nur innerhalb sehr großer Projekte umsetzbar ist. XML-Autorenumgebungen in Bereichen mit solchen Layout-Anforderungen zur Verfügung zu stellen, wird so quasi unmöglich.
 
Wie kann man vorgehen, wenn die Layout-Anforderungen nicht vollständig automatisierbar sind? Die Verwendung offener, bearbeitbarer Formate statt PDF kann andere Probleme in Bezug auf Generierdauer, Sicherheit und Zeitaufwand für Layout-Zupfen bereiten. Sobald der Inhalt sich ändert, müssen die Dokumente erneut generiert werden. Die manuelle Feinjustierung muss wiederholt werden. Und dies jedes Mal von Neuem. Das kann ein gravierender Nachteil für den sonst lohnenswerten Umstieg auf ein bausteinorientiertes XML-Redaktionssystem sein.
 
In seinem Vortrag berichtete Christoph Kaemena im Klee-Center in Nürnberg über einen alternativen Ansatz für die Layout-Automatisierung, in dem Layout ohne Programmierung definiert wird und Feinjustierung wiederverwendbar ist.