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24.04.2017

Alle Register ziehen - Die hohe Kunst der Indexerstellung

Indexing: immer noch ein Thema, unter dem sich Technische Redakteure nicht viel vorstellen können. Gibt es einen Unterschied zwischen einem Index und einem Stichwortverzeichnis? Warum reicht nicht ein Inhaltsverzeichnis mit allen Unterkapitelstrukturen?

24.04.2017

Alle Register ziehen - Die hohe Kunst der Indexerstellung

In einer Co-Veranstaltung, organisiert von Pia Halim von der RG Alb-Donau und Michael Schemies von der RG Nürnberg sowie mit tatkräftiger Unterstützung von Prof. Dr. Constance Richter, als Vertreterin des Bachelor-Studienganges Technische Redaktion an der Hochschule Aalen, konnte der Vortragende Walter Greulich in einem spannenden Vortrag anschaulich verdeutlichen, welche Fehler viele Textproduzenten immer noch machen, wenn es um die richtige Navigation innerhalb größerer Textwerke geht.

Der Referent

Walter Greulich ist als selbstständiger Lektor und Indexer tätig. Er gründete 1999 die WGV Verlagsdienstleistungen GmbH und leitet sie seitdem als Geschäftsführer. Bei vielen Kunden aus dem Verlagswesen hat er sichmit Indexerstellung, Lektorat, XML und E-Books sowie der richtigen Anwendung von Office und PDF einen Namen gemacht. Darüber hinaus ist er Mitglied des DNI - des Deutschen Netzwerks der Indexer - das einmal im Jahr auf der Frankfurt International Indexing Conference zusammentrifft. 

Inhalt

In „Die hohe Kunst der Index-Erstellung“ zeigte Walter Greulich an zahlreichen Beispielen, dass viele Register in den von ihm untersuchten Werken stark verbesserungswürdig sind. In einem fast bis zum letzten Platz gefüllten Hörsaal der Hochschule Aalen fanden sich 95 Zuhörer, überwiegend Studenten des Studienganges Technische Redaktion sowie 15 Gäste aus beiden Regionalgruppen. Herr Greulich erklärte, worin der Unterschied zwischen den Index und Stichwortverzeichnis besteht, warum sich Indexer als eine eigenständige Berufsgruppe verstehen, deren Aufgabe es ist, losgelöst vom Autor eines Textwerks den Index als separates Werk zu verfassen, sowie die häufigsten Fehler, die beim Erstellen von Registern auftreten. Walter Greulich zeigte Alternativen zur alphabetischen Sortierung und gab Hinweise, wie die Navigation für einen Leser auf der Suche nach der richtigen Information möglichst schnell optimiert werden kann. Ein Fazit war, dass ein gut erstellter Index der elektronischen Suche in Technischen Dokumentationen durchaus überlegen ist  – und nicht nur dann, wenn den Nutzern nur eine gedruckte Version vorliegt.

 

Den Abend rundete Prof. Dr. Constance Richter mit einer Besichtigung des Usability-Labors ab. Ein kleiner Imbiss, den die Hochschule Aalen stiftete, brachte Teilnehmer und Studenten noch ins Gespräch.