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29.05.2017

Beschleunigung gestalten statt Zeit managen!

Prof. Dr. Bertil Haack, TH Wildau

Beschleunigung gestalten statt Zeit managen

Während unsere Vorfahren die Zukunft etwa in Gestalt des Jüngsten Gerichts und damit auch die Zeit als vorbestimmt angesehen und sich dieser untergeordnet haben, ist es für uns selbstverständlich, unsere Zeit zu planen, sie beherrschen, gar besitzen zu wollen. Die Zeit hat sich zu einem Wirtschaftsfaktor gewandelt, den es möglichst optimal zu nutzen und profitabel einzusetzen gilt.
Dementsprechend wurden immer mehr und vermeintlich besser ausgeklügelte Ansätze für das Zeitmanagement entwickelt. Wären diese erfolgreich, müssten wir in einem Zeitwohlstand leben bzw. leben können. Tatsächlich hat die Zeit keineswegs ihren Charakter der Knappheit verloren. Ganz im Gegenteil: Je mehr Zeit wir sparen, desto weniger haben wir, lautet die verbreitete Volksweisheit.
Hier wurde der Frage nachgegangen, ob es eine Chance gibt, der Zeitnot zu begegnen. Unser Antwortversuch basiert auf der Erkenntnis, dass der Zeitdruck aus der so genannten „sozialen Beschleunigung“ (mit der technischen Beschleunigung als eine ihrer Komponenten) resultiert und lässt sich durch „Beschleunigung moderieren statt Zeit managen“ umschreiben.