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30.09.2016

Artikelserie zur tekom-Jahrestagung 2016

Was verbirgt sich hinter dem "Baukasten Agile Methoden"?

Kiriaki Kampouridou

Im Workshop "Best of Agile – Neupositionierung der TD zwischen Information Management und Neccessary Overhead" präsentieren Markus Müller-Trabucchi und Bertil Haack mit ihrem "Agilen Baukasten", wie schon mit einfachen Methoden spürbare Fortschritte in der Organisation des Teamalltags erzielt werden können.

1. Warum behandeln Sie gerade dieses Thema?
M. Müller-Trabucchi: Angesiedelt zwischen Produktentwicklung, Support und Marketing stehen die Mitarbeiter der Technischen Redaktion heute zunehmend vor der Herausforderung, Kommunikation und Informationstransfer zwischen interagierenden Unternehmensteilen zu organisieren. Behindernde Faktoren dabei sind oftmals unklare Aufgabenstellungen, mangelnde Priorisierung sowie die Positionierung der TD als letztem Glied in der Herstellungskette. Bei ähnlicher Gemengelage werden seit geraumer Zeit in der Produkt- und Softwareentwicklung Agile Methoden erfolgreich eingesetzt. Es stellt sich daher die berechtigte Frage, inwieweit die TD hier partizipieren, statt darunter leiden kann.

2. Wie haben Sie Expertise auf diesem Gebiet erworben?
B. Haack: In unserer Rolle als Experten für klassisches Zeit- und Projektmanagement sowie als Projektconsultant für IT-Lösungen erleben wir zunehmend die Sollbruchstellen zwischen Unternehmensteilen mit unterschiedlichen Wertephilosophien. Unsere Erfahrungen mit Workshops auf der Frühjahrstagung sowie in der Regionalgruppe haben bestätigt, dass unsere Mitglieder diese Erfahrung teilen.

3. Warum ist dieses Thema aktuell bzw. ein Trendthema?
M. Müller-Trabucchi: Die Entwicklung von Produkten und Software bedient sich heute überwiegend agiler Methoden. Wir glauben, dass auch die Dokumentation aufgrund ihrer engen Einbindung in Marketing und Entwicklung sich diesem Trend öffnen sollte. Unsere Aufgabe sehen wir im Wesentlichen im Herausarbeiten der Agilen Grundwerte. Agilität ist eher eine Haltung statt die Aneinanderreihung von Methoden!

4. Was möchten Sie den darin Teilnehmern vermitteln?
B. Haack: Agile Methoden sind kein Allheilmittel und in der Praxis nicht immer nach der reinen Lehre einsetzbar. Schwierig wird es, wenn die Regelwerke mit ihrem Verwaltungsoverhead und ihren zahlreichen Artefakten zum Dogma erhoben werden.
Wir geben mit der Präsentation eines "Agilen Baukastens" dabei gerne Anstöße, wie schon mit leichtgewichtigen Methoden unterhalb der Schwelle einer "Generalumstellung auf Agil" spürbare Fortschritte in der Organisation des Teamalltags erzielt werden können.

5. Was können die Teilnehmer an Wissen für ihren beruflichen Alltag mitnehmen?
M. Müller-Trabucchi: Gerade die Informations- und Kommunikationsexperten aus der TD verfügen über Kernkompetenzen bei der Vermittlung von Wissen und der Organisation von Kommunikationsprozessen. Die TD kann somit dank ihrer definierten Rolle für das teamübergreifende Arbeiten zur Schnittstelle zwischen den Unternehmenseinheiten werden und damit wertschöpfend im Unternehmen eingesetzt werden – vom "Necessary Overhead" zum "Information Manager" gewissermaßen.

Hier finden Sie mehr Infos zu den Referenten sowie zum Workshop.

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