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14.10.2016

Artikelserie zur tekom-Jahrestagung 2016

Neue Möglichkeiten in der 3D-Darstellung – Ergebnisse einer Untersuchung

Kiriaki Kampouridou

In ihrem Fachvortrag beleuchten Robert Siegel (door2solution software gmbh) und Johannes Ritt (FH Oberösterreich) Darstellungsmöglichkeiten Plug-In-freier interaktiver 3D-CAD-Daten im Browser. Im Zentrum steht dabei nicht ausschließlich die Betrachtung der reinen 3D-Geometrie, sondern auch die Übergabe wichtiger Metadaten.

1. Warum behandeln Sie gerade dieses Thema?
Wir haben viele Jahre lang den Markt und die verfügbare Technik zur Darstellung von interaktiven 3D-Objekten im Browser beobachtet und zum Teil auch konkret evaluiert, jedoch war keines der verfügbaren Tools oder Formate wegen seiner Erfordernis einer Plug-In-Installation, für unsere Basisanforderungen (Ersatzteilkatalog und Bestellsystem) geeignet. Das begründet sich in B2B Projekten, bei welchen die Kunden im Firmennetzwerk sind, in B2C Projekten, bei welchen User kurz etwas nachsehen möchten und letztendlich in dem immer stärker wachsenden Segment der mobilen Geräte (Tablets, Smartphones). Eine Installation ist problematisch und heute nicht mehr zeitgemäß. Die nunmehr vorliegenden Möglichkeiten, 3D-Objekte interaktiv direkt in einem Browser darzustellen und mit HTML-Elementen interagieren zu können, ist ein Quantensprung. Insbesondere in der technischen Produktkommunikation sehen wir hier viele spannende Anwendungen auf uns zukommen, nicht zuletzt in unserem ursprünglichen Tätigkeitsbereich, dem Ersatzteilkatalog.

2) Wie haben Sie Expertise auf diesem Gebiet erworben?
Aufgrund von Diskussionen in einem Netzwerk mit kompetenten Partnern (wie z.B. XPLM, Solidsolutions, Solidline, EURODOK, Fraunhofer u.a.), denen wir an dieser Stelle herzlich danken, aber auch durch Abklärung von Anforderungen aus Kundenprojekten. Vor allem aber aus einer aktuell durchgeführten Kooperation mit der Fachhochschule Wels, wo ein eigener Studienlehrgang für die Ausbildung von technischen Redakteuren etabliert ist. Hier ist auch das Know-How von Johannes Ritt in diesem Umfeld hervorzuheben, das wir nutzen durften. Natürlich greifen wir auch auf ein kreatives und kompetentes Team von eigenen IT-Experten zurück. Last but not least: try and error bei empirischen Untersuchungen.

3) Warum ist dieses Thema aktuell bzw. ein Trendthema?
Wie oben bereits erwähnt sind Plug-In-Lösungen bei der Darstellung von interaktivem 3D heute mehr als problematisch. Dazu kommt die mangelnde Offenheit dieser Lösungen und damit eingeschränkte Möglichkeiten der Interaktion in einer HTML-Umgebung. Mit HTML5 und dem darin enthaltenen Web-GL wurden Standards geschaffen, die jetzt in den modernen Browsern verfügbar geworden sind, insbesondere auch auf mobilen Geräten (Tablets, Smartphones). Mit Collada gibt es ein Austauschformat, das ein ISO-Standard geworden ist. Die Technik selbst ist im Spielebereich bereits etabliert, die Hersteller von CAD-Lösungen sind hier jedoch vergleichsweise spät in diesen Markt eingestiegen oder gerade dabei, die neuen Möglichkeiten zu entdecken.

4) Was möchten Sie den Teilnehmern vermitteln?
Es geht darum, konkrete Szenarien, wie den Weg von 3D-CAD-Daten zur Darstellung im Browser, zu veranschaulichen. Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um die Betrachtung der reinen 3D-Geometrie, sondern auch um die Übergabe wichtiger Metadaten, wie Teilenummer, Material etc. in die Browserdarstellung: Es soll ein möglichst direkter Weg von 3D-CAD-Daten inklusive Metadaten ins Web ohne manuelle Nachbearbeitung skizziert werden. In weiterer Folge können so Chancen und Möglichkeiten der Plug-In-freien 3D-Darstellung aufgezeigt werden.

5) Was können Teilnehmer an Wissen für ihren beruflichen Alltag mitnehmen?
Das Einschätzen technischer Möglichkeiten für die konkrete Aufgabenstellung sowie konkrete Beispiele aus verschiedenen Bereichen.


Hier finden Sie mehr Infos zu den Referenten sowie zum Fachvortrag.

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