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04.04.2016

tekom erarbeitet neue Richtlinie:

Mehr Klarheit in der elektronischen Dokumentation durch "eDok"

Kiriaki Kampouridou

Ob Produktinformationen ausschließlich auf elektronischem Weg gegeben werden, wird in der in der Technischen Kommunikation oft diskutiert. Für mehr Klarheit soll die tekom-Richtlinie "eDok" sorgen. Auch auf der tekom-Frühjahrstagung wird dieses Thema vorgestellt.

Für Anwender bietet elektronisch bereitgestellte Dokumentation deutlich flexiblere und dynamischere Nutzungsmöglichkeiten. Wie elektronische Nutzerinformation auch in hochsensiblen, geregelten Bereichen zum Einsatz kommen kann, zeigen Rechtsentwicklungen in der EU (z.B. die Verordnung 2012/207) auf. 

Es ist vor allem die Unsicherheit hinsichtlich der Wahl der richtigen Bereitstellungsform in Verbindung mit der Rechtslage, die noch viele von der Umstellung auf eine elektronische Bereitstellungsform abhält. Die tekom erarbeitet daher aktuell mit einem über 20-köpfigen Expertenteam aus allen relevanten Branchen – der AG "eDok" – eine Richtlinie, die mehr Klarheit in dieser Frage schaffen soll.

Welches Ziel hat die tekom mit dieser Richtlinie?

Mit der Richtlinie verfolgt die tekom das Ziel, den aktuellen Stand der Technik zum Thema Elektronische Dokumentation zu dokumentieren. Hierbei sollen auch die rechtlichen Notwendigkeiten bezüglich der Personensicherheit abgewogen werden. Letztlich soll dadurch eine verlässliche Grundlage für den freien use-case-basierten Einsatz geeigneter Medien geschaffen werden. 
Die Richtlinie wird nach Fertigstellung den tekom-Mitgliedern als Publikation angeboten.

Welche Inhalte sind der in neuen tekom-Richtlinie vorgesehen?

In der Richtlinie "eDok" sollen verschiedene Bereiche abgedeckt werden. Es sollen die Gründe für die Reduktion des Papiereinsatzes und die Definition des Begriffs "Bereitstellung von Nutzerinformation" darin vorkommen. Weitere geplante Inhalte sind:  

  • Rechtliche Anforderungen: Unter welchen Umständen ist Papier rechtlich erforderlich?
  • Rahmenbedingungen, Vor- und Nachteile des Medieneinsatzes in verschiedenen Use-Cases
  • Handlungsempfehlungen für die Praxis, besonders bezüglich der notwendigen Absicherung bei elektronischer Bereitstellung in kritischen Bereichen
  • Verweise (Gesetze, Verordnungen, Normen)

Mehr Infos rund um eDok auf der tekom-Frühjahrstagung

Das Thema eDok wird auf der tekom-Frühjahrstagung in Berlin (14. bis 15. April) noch vertieft: Dr. Michael Fritz wird dazu einen Vortrag halten und auch das Abschlusspodium moderieren. Weitere Podiumsteilnehmer sind: Elke Gehrke (Stiftung Warentest), Werner Herrmann (BMW AG), Michael Leifeld (ThyssenKrupp AG), Sven Leukert (SAP SE) und Ralf Robers (Siemens AG).

Wenn Sie mehr zu diesem und weiteren Themen auf dem Gebiet der Technischen Kommunikation erfahren möchten, besuchen Sie doch die tekom-Frühjahrstagung in Berlin und melden sich hier an. 

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