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28.01.2015

Fachzeitschrift 'technische kommunikation', Ausgabe 1/2015

Ein Leitfaden für jeden

Gregor Schäfer

Der Redaktionsleitfaden gilt als zentrales Nachschlagewerk für alle, die Technische Dokumentation erstellen. Oft regelt er bis ins Kleinste, wie eine Anleitung auszusehen hat, was darin stehen muss und welche Normen gelten. Fast jede Redaktion besitzt einen Leitfaden, doch nicht immer wird er beachtet, weil er zu viele Informationen enthält oder veraltet ist. Oder ganz einfach deshalb, weil es zu lange dauert, das Passende zu finden.

Wie sollte ein Leitfaden also ausgestattet sein, damit er schnell und richtig weiterhilft? In erster Linie muss er die Interessen seiner Leser abdecken, vorrangig also die der Technischen Redakteure. Aber auch Qualitätsbeauftragte oder Juristen wollen bei seiner Konzeption ein Wörtchen mitreden, schließlich darf nichts vorgegeben werden, was später riskant sein könnte.

Doch zu viele Regeln überfrachten den Leitfaden und verringern letztlich seine Akzeptanz. Inhaltlich muss er daher das Gleichgewicht halten zwischen Rechtssicherheit und gesundem Menschenverstand. Ob der Leitfaden dies schafft, dazu liefert ein Test mit der Zielgruppe Erkenntnisse. Bereits die ersten Konzepte sollten gemeinsam mit den späteren Nutzern geprüft werden: Welche Regelsystematik sollte zugrunde liegen? Wie nah sind die Regeln an der Praxis? Und wie weit sollten die Vorgaben gehen?

Aufgrund der Ergebnisse könnte es sogar passieren, dass am Ende nicht nur ein Leitfaden steht: Eine Kurzfassung als Checkliste mit den wesentlichen Vorgaben für alle Autoren, die wenig schreiben. Und eine Langfassung für Redaktionsprofis, die nicht nur alle Regeln, sondern auch deren Hintergründe kennen müssen.

Nicht zuletzt gilt es, das Medium des Leitfadens festzulegen. Zwar kommt einem unwillkürlich eine Broschüre in den Sinn, die im Normalfall als Ausdruck auf dem Schreibtisch liegt. Aber warum nicht einen Leitfaden in einem Online-Format anbieten oder womöglich als App? Es ist also einiges zu tun, bis ein akzeptabler Leitfaden vorliegt. Tipps dafür bietet unser Schwerpunkt in Ausgabe 1/2015.

Zwei Beiträge können Sie bis zum 9. März ohne Einschränkungen lesen.

Opens internal link in current windowWie ein Leitfaden entsteht von Johannes Dreikorn

Opens internal link in current windowLeifaden nach Wunsch von Heike Hellmich

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