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23.06.2016

Optimiert und international:

Aktualisierung des tekom-Zertifizierungssystems

Daniela Straub

Nach über zweijähriger intensiver Arbeit im Beirat Aus- und Weiterbildung, in den Fachausschüssen und unter Miteinbeziehung des Feedbacks von Mitgliedern und Weiterbildungsanbietern ist es nun so weit: Das tekom-Zertifizierungssystem startet in eine neue Ära, mit neuen Möglichkeiten für Mitglieder und optimierter Zertifizierung für Technische Redakteure.

Neu ist, dass die Qualifizierungsberatung nicht nur für Beschäftigte im Bereich Technische Kommunikation angeboten wird, sondern vor allem auch für Quereinsteiger, die sich detailliert und konkret über die Aufgaben und Anforderungen des Berufs informieren wollen und sehen möchten, wie viele Kenntnisse sie bereits durch ihren beruflichen Hintergrund mitbringen. Ferner wird die Qualifizierungsberatung für Interessierte aus dem internationalen Ausland zugänglich, ein Service der tekom und der Landesverbände. Ab sofort kann die tekom-Qualifizierungsberatung auf Wunsch bereits auf Grundlage des neuen tekom-Kompetenzrahmens für Technische Kommunikation erfolgen. Der tekom-Kompetenzrahmen bildet auf dem neuesten Stand die Aufgaben und Anforderungen in der Technischen Kommunikation ab – so können Beratungsteilnehmer erfahren, ob ihr Wissen up to date ist. Die Qualifizierungsberatung ist vollkommen unverbindlich und unabhängig von einer Weiterbildung oder Zertifizierung. Das einstündige Gespräch mit einem Experten ist für Einzel- und Firmenmitglieder kostenlos.

Verbesserte Zertifizierungsprüfung

Die tekom-Zertifizierungsprüfung hat zum Ziel, aktuelles Fachwissen und handlungsorientierte Kenntnisse für eine Tätigkeit im Bereich der Technischen Kommunikation zu bestätigen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde auch das Zertifizierungssystem überarbeitet und gemäß der ISO/EN 17024, dem Standard für Personenzertifizierer überarbeitet. Mit einer Übergangsfrist bis 2018 werden die bisherigen Qualifizierungsbausteine durch den aktuellen Kompetenzrahmen abgelöst. Bis zum 31.12.2017 kann die Zertifizierungsprüfung wahlweise nach den Qualifizierungsbausteinen oder dem Kompetenzmodell abgelegt werden.

Neu ist auch die Einführung eines schriftlichen Prüfungsteils: Bisher wurden die Pflichtbereiche mündlich geprüft. Ab September wird dies erstmals schriftlich erfolgen. Der Vorteil für die Zertifizierungsteilnehmer liegt darin, dass sie Zeit zum Nachdenken und zum Strukturieren haben, ihre Formulierungen überdenken können und nicht dem Antwortdruck in einer mündlichen Prüfungssituation ausgesetzt sind. Dennoch bleibt auch ein mündliches Fachgespräch weiterhin Bestandteil der Zertifizierungsprüfung.
Der Vorteil des Mix ist, dass es immer Zertifizierungskandidaten gibt, denen eine schriftliche Prüfung angenehmer ist und leichter fällt, aber auch solche, bei denen es umgekehrt ist. Damit wird die gesamte Prüfung eher verschiedenen Prüfungstypen gerecht. Eine neu etablierte Schiedsstelle sowie ein Feedbacksystem werden zusätzlich für eine hohe Zufriedenheit der Zertifizierungsteilnehmer sorgen.

In nächsten Jahr wird dann auch die Zertifizierungsprüfung international verfügbar sein und auf zwei Levels angeboten werden: einem Junior Level für einen schnellen Einstieg von Berufswechslern sowie einem Senior Level für eine umfassende Qualifizierung und für den formellen Kompetenznachweis erfahrener Redakteure. 

Auf dem tekom-WebPortal werden Ende Juli alle Informationen zum Relaunch des tekom-Zertifizierungssystems verfügbar sein.

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