Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass unsere Website über Cookies personenbezogene Daten von Ihnen erhebt. Mehr Informationen Zustimmen und fortfahren

Schriftenreihe zur Technischen Kommunikation

tekom-Jahresgabe 2007

Terminologiearbeit für Technische Dokumentation

Jörg Hennig, Marita Tjarks-Sobhani, Jörg Michael

In der Publikationsreihe "Schriften zur Technischen Kommunikation" hat die tekom den 12. Band veröffentlicht: "Terminologiearbeit für Technische Dokumentation". Fachleute aus Wissenschaft und Berufspraxis diskutieren in 14 Beiträgen die Nützlichkeit von Terminologiearbeit für die Technische Kommunikation und geben zahlreiche Tipps für die Praxis.

Terminologiearbeit für Technische Dokumentation hat mehrere Ziele: Sie soll die Qualität der Texte verbessern, die Sicherheit für die Nutzer und Produzenten erhöhen und natürlich durch Vereinfachung der Arbeitsprozesse auch zur Kostensenkung beitragen.

Man muss sich aber darüber klar sein, dass mit der Terminologienormung aktiv in den Kommunikationsprozess eingegriffen wird und Eindeutigkeit und wirtschaftlicher Nutzen nur durch einen Verlust an Kreativität zu gewinnen sind. Eine normierte Sprache ist eine in den Ausdrucksmöglichkeiten reduzierte Form menschlicher Verständigungssprache. Diese Erkenntnis bedeutet keinen grundsätzlichen Einwand gegen die Nützlichkeit von Terminologiearbeit, wohl aber eine Mahnung, die Grenzen der Normierung im Blick zu behalten. Hier wie auch sonst entscheidet allein der Kommunikationszusammenhang und das Kommunikationsziel über die einzusetzenden sprachlichen Mittel.

Terminologien sind Bestandteile von Fachsprachen, die eigentlich nur der Verständigung unter Fachleuten dienen. Sofern Terminologien in der Verständigung mit Laien verwendet werden, was in einem Teil der Technischen Kommunikation ja gängig ist, können also neue Probleme auftreten, da die in Terminologien verabredete eindeutige Beziehung zwischen Begriff und Benennung ja von der alltagssprachlichen Mehrdeutigkeit abweicht. Alle an Terminologiearbeit Beteiligten sind also gut beraten, sich nicht unnötig weit von der Alltagssprache zu entfernen.

Herausgeber

Prof. Dr. Jörg Hennig und Prof. Dr. Marita Tjarks-Sobhani

Autoren

Michel Décombe, Prof. Dr. Petra Drewer, Prof. Dr. Jörg Hennig, Gottfried Herzog, RA Jens-Uwe Heuer, Prof. Dr. Felix Mayer, Frauke Müller, Angelika Ottmann, Hans Pich, Ursula Reuther, Debora Russi, Peter A. Schmitt, Prof. Dr. Klaus-Dirk Schmitz, Prof. Dr. Klaus Schubert, Eberhard Tanke, Prof. Dr. Marita Tjarks-Sobhani, Birgit Wöllbrink

Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung (Hennig/Tjarks-Sobhani)
  • Bedeutung von Normung und Terminologiearbeit für die Technische Dokumentation (Schmitz)
  • Terminologiearbeit in der technischen Normung (Herzog)
  • Die erste elektronische Terminologiedatenbank (Tanke)
  • Terminologie und Fachlexikographie (Schmitt)
  • Terminologiemanagement: Methodische Grundlagen (Drewer)
  • Einführung von Terminologiemanagement in Unternehmen: Ein Praxisbericht (Pich)
  • Tools für Terminologiemanagement (Wölbrink)
  • Verfügbarkeit von Terminologie: Von Papier bis online (Müller/Mayer)
  • Ist Terminologiearbeit wirtschaftlich? (Ottmann)
  • Terminologiegewinnung und kontrollierte Anwendung von Terminologie (Reuther)
  • Der Stellenwert der Terminologiearbeit in der Ausbildung Technischer Redakteure (Schubert)
  • Bedeutung von Normung und Terminologiearbeit fürs Übersetzen und Dolmetschen (Décombe)
  • Terminologiearbeit und Softwarelokalisierung (Russi/Schmitz)
  • Rechtliche Aspekte terminologischer Normung (Heuer)

Format 14,8 x 21 cm, 187 Seiten, broschiert, 2008, ISBN 978-3-944449-29-6

Die Publikation ist vergriffen, eine Neuauflage derzeit nicht geplant.