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Arbeitsmarkt

In Deutschland arbeiten derzeit Schätzungen zufolge rund 85.000 Beschäftigte in der Technischen Kommunikation. Die Nachfrage nach qualifizierten Technischen Redakteuren und Fachkräften für Technische Kommunikation ist groß. Hochrechnungen zufolge sind jährlich um die 4.000 offene Stellen in diesem Bereich zu verzeichnen (siehe Opens internal link in current windowBranchenkennzahlen).

Welches Profil wird gesucht?

Gesucht werden zum einen Absolventen von Studiengängen Technischer Kommunikation oder fachverwandten Studienrichtungen. Als Technische Redakteure sind ferner Quereinsteiger mit anderem fachlichen Ausbildungshintergrund gefragt, die eine Zusatzausbildung und formale Qualifikation in Technischer Kommunikation haben oder erwerben. Die meisten sind Ingenieure, aber auch qualifizierte Arbeitskräfte mit anderem fachlichen Hintergrund haben gute Arbeitsmarktchancen.

Wo und wie findet man passende Stellenangebote?

Aktuelle Stellenangebote sind im Stellenmarkt der tekom zu finden. Empfehlenswert für die Stellensuche sind des Weiteren Meta-Stellensuchmaschinen, die mit Suchbegriffen wie "Technische Dokumentation" und "Technischer Redakteur" eine Vielzahl von Treffern liefern, wie z.B. Indeed.

Karriere

Je nach Erfahrungshintergrund sind Technische Redakteure in Unternehmen als Berufseinsteiger, Angestellter, Projektleiter, Teamleiter oder Abteilungsleiter im Bereich Technische Kommunikation tätig. Mit entsprechendem Abschluss ist ein weiterer Aufstieg möglich.

Die Gehälter Technischer Redakteure sind abhängig von dem Unternehmenssitz, der Unternehmensgröße, der Berufserfahrung und Position, sie orientieren sich jedoch meist an Ingenieurseinkommen. Aktuelle Daten sind dem Opens internal link in current windowtekom-Gehaltsspiegel zu entnehmen.

Managementaufgaben

Insbesondere Managementaufgaben nehmen im Bereich Technische Kommunikation in Unternehmen zu. Dies resultiert aus den vielschichtigen Änderungen, denen das Tätigkeitsfeld unterliegt:

  • Das Informationsvolumen insgesamt steigt kontinuierlich.
  • Firmenweite Standards im Informationsmanagement wie z.B. durchgängiges Corporate Design oder einheitliche Terminologien setzen sich durch.
  • Informationen aus den verschiedensten Quellen, die in komplexen Prozessen unternehmensintern und auch extern generiert werden, müssen integriert werden.

Zu den Managementaufgaben in der Technischen Kommunikation gehört die Übernahme der Leitungsverantwortung mit

  • Personalführung, -entwicklung und -beschaffung
  • Zieldefinition, Planung
  • Ressourcenbereitstellung
  • Kalkulation, Budgeterstellung, Controlling
  • Einkauf, etwa von Übersetzungsdienstleistungen
  • Redaktionsvorgaben und Standards
  • Umsetzung von unternehmensweiten Anforderungen, etwa im Bereich Qualität
  • Repräsentation der Technischen Kommunikation im Unternehmen

und die strategische Planung, u.a.

  • Innovationen und strategische Projekte
  • abteilungsübergreifende Prozessoptimierung.

Querschnittsaufgaben

Das Bewusstsein für den Mehrwert der Technischen Kommunikation und deren Beitrag zum Unternehmenserfolg wächst. Die Technische Kommunikation als betriebliche Funktion emanzipiert sich. Für die Abteilungen Technische Kommunikation und für Technische Redakteure entstehen daraus mehr und mehr Querschnitts- und Leitungsaufgaben.

So übernehmen sie die Verantwortung für das Übersetzungs- und Terminologiemanagement, betreiben Intranets, sind Informations- und Content-Manager. Sie entwickeln sich zu firmeninternen Informationsdienstleistern und arbeiten mit externen Partnern und Dienstleistern zusammen.

Die funktionelle und strukturelle Entwicklung zieht organisatorische und personelle Anpassungen nach sich: Fachkräfte werden dringend gesucht, neue Führungsebenen werden eingezogen, Managementpositionen sind zu besetzen. Die Perspektiven gehen weit über die rein operative Ebene hinaus. In der beruflichen Praxis stehen den 50 % Angestellten ohne Führungsfunktion schon heute 20 % Führungskräfte und Geschäftsführer mit Führungsfunktion gegenüber.